Referenzkonto

Wird von einem Referenzkonto gesprochen, ist meist ein Girokonto gemeint, das als Verrechnungskonto für eine Geldanlage dient. Bei ganz verschiedenen Anlageformen muss solch ein Referenzkonto angegeben werden, das vertraglich festgehalten wird. Die bekannteste dieser Anlagen ist sicher das recht weitverbreitete Tagesgeldkonto. Dieses erfordert ein Girokonto zur Verrechnung, da Ein- und Auszahlungen zugunsten des Anlagekontos im Regelfall vertraglich ausgeschlossen sind. Auch Überweisungen vom Tagesgeldkonto auf fremde Konten oder Einreichung von Schecks sind nicht zulässig. Allein unbare Buchungen vom bzw. auf das als Referenzkonto angegebene Girokonto lassen Kreditinstitute zu. Der Grund: Ein Tagesgeldkonto soll nicht zur Abwicklung des allgemeinen Zahlungsverkehrs dienen. Wäre dies möglich, könnte solch ein Konto praktisch als (vergleichsweise gut verzinstes) Girokonto genutzt wird. Seitens der Banken und Sparkassen wird so etwas natürlich nicht gewünscht.

Auch im Bereich der Wertpapieranlagen fungieren Girokonten als Referenzkonten – für Wertpapierdepots. Sowohl für Fonds- als auch reine Wertpapierdepots wird im Regelfall ein Referenzkonto benötigt, das bereits bei Depoteröffnung festgelegt werden muss. Auf diesem werden alle Belastungen bzw. Gutschriften vorgenommen, die aus Käufen und Verkäufen von Wertpapieren resultieren. Natürlich ist eine nachträgliche Änderung des Referenzkontos möglich. Allerdings nur in schriftlicher Form und demzufolge nur mit gewissem Aufwand.

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