Nichtveranlagungsbescheinigung

Bei der sogenannten Nichtveranlagungsbescheinigung handelt es sich um den Nachweis eines Steuerpflichtigen, dass dieser in den in der Bescheinigung benannten Jahren voraussichtlich nicht zur Versteuerung veranlagt wird. Vor allem im Rahmen von Kapitalerträgen spielt diese Bescheinigung eine wichtige Rolle. Denn wird sie einem Kreditinstitut vorgelegt, führt dieses keinerlei Kapitalertragssteuern ans zuständige Finanzamt ab – zunächst unabhängig von der Höhe der anfallenden Kapitalerträge. Im Regelfall wird eine Nichtveranlagungsbescheinigung für einen Zeitraum von vier Jahren gewährt, kann seitens des Finanzamts jedoch jederzeit widerrufen werden.

Nicht jeder Bürger erhält eine Nichtveranlagungsbescheinigung. Im Regelfall ist die Höhe der Einkünfte der betroffenen Person dafür entscheidend, ob die Ausstellung möglich ist. Nur dann, wenn mit keiner steuerlichen Veranlagung zu rechnen ist, wird ein Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungsbescheinigung gewährt. Weitere Voraussetzung für eine Ausstellung der Bescheinigung ist, dass der Betroffene höhere Kapitalerträge als 801 Euro (Alleinstehende) bzw. 1602 Euro (zusammen veranlagte Ehegatten) erwartet. Denn werden diese Grenzen eingehalten, genügt der allgemeingültige Freistellungsauftrag für Kapitalerträge, um die anstehenden Kapitalzuwächse vollständig steuerfrei zu vereinnahmen. In diesem Fall ergibt die Ausstellung solch einer Bescheinigung praktisch keinen Sinn.

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