Lastschrift

Per Einzugsermächtigungsverfahren ausgeführte Zahlungen in Form von Lastschriften gehören heute zu den am häufigsten vorgenommenen unbaren Buchungen. Dabei handelt es sich um Zahlvorgänge, für die ein Zahlungsempfänger vom Inhaber eines Kontos ermächtigt wird, von diesem abzubuchen. In der Praxis reichen meist Firmen solche Lastschrifteinzugsaufträge ein und sind somit die entsprechenden Empfänger der Zahlungen.

Der große Vorteil von Lastschriften per Einzugsermächtigung liegt in ihrer Flexibilität. Denn im Gegensatz zum klassischen Dauerauftrag ist ihr Betrag nicht festgelegt. Je nach Höhe der zugrunde liegenden Forderung kann ein variabler Einzug erfolgen. Auch in ihrem Ausführungsturnus unterliegen Lastschriften keinen Vorgaben bzw. Beschränkungen. Aus Sicht des Zahlungsverkehrs können sie demnach praktisch beliebig in Auftrag gegeben werden. In der Praxis finden Lastschriften vor allem immer dann Anwendung, wenn flexible Zahlungsforderungen vorliegen. So zum Beispiel im Rahmen einer regelmäßig unterschiedlich hohen Telefonrechnung.

Trotz der Tatsache, dass der Empfänger einer Lastschrift per Einzugsermächtigung das angegebene Konto praktisch beliebig belasten kann, ist diese Zahlung aus Sicht des Zahlenden nicht unsicher. Denn dieser kann auf solchem Wege vorgenommene Abbuchungen unkompliziert wieder rückgängig machen. Bis zu 8 Wochen nach Abbuchung sind solche Rückbuchungen per Widerspruch gegenüber der Bank bzw. Sparkasse möglich. In diesen Fällen wird der Abbuchungsbetrag anschließend wieder gutgeschrieben. Dies geschieht rückwirkend, sodass dem zu Unrecht Belasteten keine Nachteile entstehen. Zudem enstehen dem Betroffenen keinerlei Kosten. In bestimmten Situationen verlängert sich die Frist von 8 Wochen auf ganze 13 Monate. Und zwar dann, wenn dem Einreicher einer Lastschrift keine schriftliche Einzugsermächtigung vorlag. Man spricht in diesem Fall von einer unautorisierten Lastschrift.

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